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„Noch ausgefallener und noch interessanter werden!“

Gurkenbrause und Kartoffelbier: Schon jetzt bietet die Klosterbrauerei Neuzelle unkonventionelle Produkte, doch dem Brauerei-Chef Stefan Fritsche ist das nicht genug

Wie schon seit vielen Jahren ist Stefan Fritsche auch in diesem Januar auf der Grünen Woche in Berlin gewesen. Auf Anfrage des Ministeriums für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Brandenburg durfte er unter der Rubrik innovatives Unternehmen seine Gurkenbrause und sein Bierpulver im Instagram-Kanal des Ministeriums vorstellen.

Stefan Fritsche ist kein Brauer, aber die Klosterbrauerei Neuzelle liebt er innig, wenn auch etwas unkonventioneller als es in anderen Familienbrauereien der Fall ist. Ob alles, was er braut, den Klosterbrüdern, die 1416 an dem Standort das erste Bier gebraut haben sollen, so zugesagt hätte, ist für Stefan Fritsche aber auch nachrangig: Er macht die Produkte für die Kunden, die alleine sind sein Maßstab.

Er ist da wie sein Vater Helmut, der den „Brandenburger Bierkrieg“ zwar mit dem Land Brandenburg begonnen hat, wobei sie gemeinsam dann vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig vor Ort waren, um die Ausnahmegenehmigung für ihre Biere zu erstreiten – so dass diese nun als Bier bezeichnet werden dürfen, obwohl sie nicht dem deutschen Reinheitsgebot entsprechen.

Nach dem Jahr 2025, dem Jahr der Konsolidierung, ist das Jahr 2026 für Stefan Fritsche nun das Jahr des Wachstums. Wie so oft bei Familienbetrieben hat Vater Helmut Fritsche, der die Brauerei 1992 von der Treuhand gekauft hatte, lange das Unternehmen geprägt. Im Jahr 2024 mit 87 Jahren hat er sich entschieden, die Brauerei an seinen Sohn Stefan, Patrick Fabian und die Anna Lyst GmbH zu verkaufen. Zusammen mit dem Brauerei-Mitarbeiter Patrick Fabian leitet der studierte Betriebswirt und ehemalige Unternehmensberater Stefan Fritsche nun das Unternehmen und nachdem im Jahr 2025 immer noch viele organisatorische Dinge im Rahmen des Eigentümerübergangs zu klären waren, sprudelt der neue Eigentümer, der allerdings auch bereits seit 1999 im Unternehmen arbeitet, vor Tatendrang.

Dank regelmäßiger Investitionen auch durch Fördergelder für die strukturschwache Region leidet der rund 40 Mitarbeiter zählende Ausbildungsbetrieb nicht wie so viele kleinere Traditionsbrauereien unter einem Sanierungsstau. Und da Stefan Fritsche als Nicht-Brauer gerne auch mal kreativen Ideen folgt, lautet sein Motto für 2026 auch: „Noch ausgefallener und noch interessanter zu werden!“ Dabei ist das kreative Engagement von Stefan Fritsche schon jetzt weit über die Grenzen Deutschlands bekannt. Kunden in Südkorea, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Berichterstattung in englischsprachigen Medien mit internationaler Verbreitung und somit ein hoher Bekanntheitsgrad haben ihm schon so manchen Auftrag eingebracht. Herausgekommen sind unter anderem ein Bier zu einem Film über den sumerischen Bootsgott Enki, das Radler „Fritz“ für Touristen auf den Spuren von Friedrich dem Großen, ein Kartoffelbier, das „Ocean Beer“ gebraut für eine Umwelt-Organisation zum Schutz der Ozeane und eben die auf der Grünen Woche präsentierte Gurkenbrause nach Wünschen von Gastronomen aus dem Spreewald.

Und somit steht fest, dass in der Klosterbrauerei Neuzelle auch im Jahr 2026 wieder so manche Idee umgesetzt werden wird, die Abnehmer finden und Arbeitsplätze sichern wird.

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