Neue Standorte sollen Bierverkauf fördern
Vor wenigen Wochen im Dezember 2025 feierte die Union Brauerei Bremen GmbH ihr zehnjähriges Bestehen. Mit Gründung und dem Namen Freie Brau Union Bremen auf dem Logo wurde an die Tradition der von 1907 bis 1968 auf dem Betriebsgelände bestehenden früheren Union Brauerei Bremen angeknüpft. Ungeachtet des zwischenzeitlich rückläufigen Craft-Beer-Marktes sowie des insgesamt sinkenden Bierkonsums in Deutschland will die Brauerei mit ihrem Geschäftsführer und Gesellschafter Lüder Kastens wachsen und ihre Zielgruppe erweitern. Die Expansion soll durch den Erwerb, die Entwicklung und die Umnutzung von Immobilien zur Schaffung zusätzlicher, erlebnisorientierter Standorte erfolgen. Neben der Herstellung und dem Vertrieb von Bier soll das Angebot um gastronomische, kulturelle und veranstaltungsbezogene Nutzungen ergänzt werden.
Der bestehende Standort in der Theodorstraße 12–13 in Bremen ist bereits durch ein regelmäßig stattfindendes Veranstaltungsangebot geprägt. Hierzu zählen unter anderem öffentliche Veranstaltungen, Führungen sowie saisonale Formate. Ziel ist es, die Kundenbindung durch die weiteren Standorte als Erlebnis-Brauerei zu stärken.
Im Jahr 2021 erwarb Lüder Kastens das Areal der ehemaligen Silberwarenmanufaktur Wilkens im Bremer Stadtteil Hemelingen. Die Planung sieht die Umnutzung des Bestandsgebäudes zu einem weiteren Brauereistandort mit Biergarten sowie einer integrierten Kaffeerösterei vor. Die hierfür erforderliche Baugenehmigung wurde Ende des Jahres 2025 erteilt. Der Umbau des inzwischen entkernten Gebäudes hat begonnen; eine Inbetriebnahme ist noch für den Spätsommer/Herbst 2026 geplant.
Ein weiterer Standort könnte in Bremerhaven entstehen. Dort erwarb Lüder Kastens im Jahr 2023 das sogenannte „Koggenbräu“-Areal. Die geplante Erlebnisbrauerei soll voraussichtlich ab dem Jahr 2027 eröffnet werden. Im Erdgeschoss ist eine Präsentation und der Ausschank der von der Union Brauerei Bremen hergestellten Biere vorgesehen. In den darüberliegenden Geschossen sollen rund 50 Ferienwohnungen betrieben werden, deren Vermietung über das Start-up „Bheaven“ erfolgen soll.
Ob die weiteren neuen Standorte den Geschmack der Gastronomie-Kunden in Bremen beziehungsweise Bremerhaven treffen, wird sich frühestens ab der zweiten Hälfte des Jahres 2026 beurteilen lassen. Die Architektenzeichnungen zumindest sehen schon sehr vielversprechend aus.
