20.11.2013

Biersteuereinnahmen (8 Bundesländer) im Verbandsbereich der Sozietät Norddeutscher Brauereiverbände e.V

Biersteuer ist eine indirekte Verbrauchsteuer. Die Höhe der Biersteuer richtet sich nach dem Stammwürzegehalt des Bieres. Die amtlichen Statistiken erheben diese quartalsweise, um über die Entwicklung der Brauwirtschaft zu berichten. Dadurch vermitteln diese aber nur einen Ausschnitt der tatsächlichen Branchenentwicklung.


Basis für die amtliche statistische Erfassung ist die Biersteuererhebung. Diese erfasst nur steuerpflichtige Mengen und dies auch nur dort, wo die Erfassung tatsächlich erfolgt. Dies muss jedoch nicht der Ort der Herstellung sein.

Bier, das steuerfrei ist wie Malztrunk und vor allem alkoholfreies Bier, wird von der amtlichen Statistik nicht vollständig erfasst. Es stellt zwar „Bierausstoß“ dar, ist aber in den gemeldeten Bierabsatzzahlen nicht enthalten.

Darüber hinaus gibt es die sogenannte „Bierlieferung unter Steueraussetzung“. Die Bierbesteuerung und damit statistische Erfassung erfolgt immer bei Verlassen des sog. „Steuerlagers“. Das ist in der Regel die Brauerei – aber eben nicht immer. Man kann Bier nämlich „unter Steueraussetzung“ aus einem „Steuerlager“ entfernen und in ein anderes überführen, also ohne dass die Biersteuer anfällt und damit auch ohne dass diese Mengen bereits statistisch erfasst würden.

Wird z.B. Bier in Bayern hergestellt und anschließend „unter Steueraussetzung“, also unversteuert, in eine sächsische Brauerei geliefert, dort abgefüllt und erst dann aus dem Steuerlager entfernt, also versteuert und statistisch erfasst, dann sind diese Mengen nicht im Bayerischen Bierabsatz enthalten, sondern im sächsischen erfasst, obwohl sie bayerischer Bierausstoß sind.

Auf Bundesebene spielen diese innerdeutschen Lieferungen „unter Steueraussetzung“ statistisch keine Rolle, wohl aber bei der Betrachtung einzelner Bundesländer. Je weiter die Konzernverflechtung innerhalb der Branche fortschreitet, um so häufiger findet zwischen einzelnen Unternehmen dieser Gruppen auch ein Warenaustausch unter Steueraussetzung statt. Umso unschärfer wird gleichzeitig auch die statistische Erfassung der Bierproduktion in einzelnen Bundesländern. Allein: Genauer haben wir es nicht.

Dies ist zu berücksichtigen, wenn im Folgenden Daten zum Absatz und Ausstoß, bzw. der Steuereinnahmen wiedergegeben werden.

(Quelle: Bayerischer Brauerbund e.V.; Statistisches Bundesamt, Wiesbaden)


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